„Eat the Frog in the morning“ halte ich für einen der schlechtesten Produktivitätstipps, die je jemand aufgeschrieben hat.
Vor allem für die Sorte Mensch, bei der von außen alles läuft, die Zahlen stimmen, die Kunden zufrieden sind, und die trotzdem seit Wochen an derselben einen Sache klebt, die längst erledigt sein müsste.
Der Rat klingt ja erst mal vernünftig. Morgens als Erstes die unangenehmste Aufgabe, Augen zu und durch. Dazu ein bisschen mehr Disziplin, eine saubere Morgenroutine, aufstehen um fünf. Fertig.
Bei mir hat das nie funktioniert. Jahrelang nicht. Auch nicht um 5 Uhr morgens kalt Duschen
.
Irgendwann kam mir dann die Frage, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht: Warum muss ich mich eigentlich überlisten und austricksen, damit ich Dinge tue, von denen ich selbst weiß, dass sie wichtig sind?
Wer weiß, was zu tun ist, und es trotzdem nicht tut, hat einen Grund dafür. Auch wenn er ihn nicht kennt.
Wir behandeln das Aufschieben trotzdem wie einen Defekt, wie etwas, das weggehört. Also wird bekämpft. Mit Disziplin, mit Druck, mit schlechtem Gewissen, mit der nächsten Technik, die diesmal bestimmt hilft.
Ich halte diesen Widerstand inzwischen für ein Signal. Solange du ihn übertönst, erfährst du nie, wovon er eigentlich handelt.
Ein Stück weiter gehe ich sogar noch: Prokrastination kann zu deiner Superstärke werden. Beim ersten Lesen klingt das wie ein Taschenspielertrick (ich habe selbst eine Weile gebraucht, bis ich es mir geglaubt habe).
Genau darum geht es in den vier Videos, die ich dazu aufgenommen habe. Kostenlos, ohne Disziplin-Predigt, dafür mit einem anderen Blick auf das, was da in dir passiert, wenn du nicht ins Tun kommst.
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